Würfelschach

Im Jahre 1998 fand dieses Überraschungsturnier zum ersten Mal statt.

Es gelten grundsätzlich dieselben Regeln wie für Nahschach (Schnellschach) mit folgend genannten Ausnahmen:
1. Die Spieler würfeln vor jedem Zug;
2. Es werden so viele Züge hintereinander ausgeführt, wie Augen auf dem Würfel stehen, allerdings max. DREI!
-    1 und 4 = EIN Zug
-    2 und 5 = ZWEI Züge
-    3 und 6 = DREI Züge
3. Nur im ersten Zug darf geschlagen werden!
4. Steht der eigene König vor dem ersten Zug im Schach, muß im ersten Zug auf das Schach reagiert werden;
5. Während der weiteren Zugfolge darf der König im Schach stehen. Nur nicht nach dem Letzten (logisch);
6. Sonderfall Doppel- oder Mehrfachschachgebot: Der König hat mit seinem ersten Zug das betroffene Feld sofort zu verlassen.

Beispiel 1:
In folgender Stellung ist Schwarz am Zug. Der schwarze König steht im Schach, die gegnerische gedeckte Dame direkt ein Feld daneben. Gewürfelt wird eine 3. Der König darf die Dame im ersten Zug schlagen und mit den restlichen beiden Zügen abhauen. Somit sind Regeln 3 bis 5 auf einmal erfüllt. Und da nun 2 Könige übrigbleiben (und sich diese nicht gegenseitig schlagen können), wird die Partie remis enden:

Beispiel Würfelschach

Beispiel 2: dasselbe Diagramm!
Dieselbe Situation. Gewürfelt wird eine 1: Pech gehabt. Der König darf die Dame nicht schlagen. Die dargestellte Stellung zeigt, daß der König im Matt steht: 1-0.

Tipps:
· 1. Tipp: Allzusehr sollte man das Glück aber nicht herausfordern, sonst ist wie im obigen Diagramm zu sehen, die Dame futsch.
· 2. Tipp: Allzweckwaffe bei Angriff: Wenn möglich: Schach geben und viele Figuren angreifen, die man dann bei Würfeln einer 2 oder 3 abgreifen kann. Der Gegner muss ja schließlich auf ein Schachgebot im ersten Zug reagieren, so daß er keine Möglichkeit hat, zu schlagen, da dies nur im ersten Zug erlaubt ist.
· 3. Tipp: Bei Verteidigung: Keine Figuren in irgendwelche Linien des Gegners postieren, sonst sind diese bei Würfeln einer 2 oder 3 weg. Ebenso entsprechend gegen Schachgebote schützen.

Variante:
Vor jeder Runde wird die Startposition der Schwerfiguren auf der Grundreihe ausgelost (Anlehnung an Fischerschach, Läufer beachten). Am besten mit dem Ziehen von vorgedruckten Karten. Rochade gibt es nicht. Alle Start-Positionen der Figuren sind spiegelbildlich zu verstehen, d.h. wenn der Weiße König auf g1 positioniert wird, hat der Schwarze auf g8 zu stehen, etc.

Turniermodus:
· Austragungsmodus: Schweizer System mit 5 Runden.
· Bedenkzeit: 15 Minuten pro Partie (und das ist schon seeehr knapp).


Und hier das Endergebnis des 4. Turniers 2002 vom 23.08.:

Pl. Name              Punkte
1.  Sascha Henninger   3,0
2.  Alfred Quaiser     2,0
    Roland Fay         2,0
    Thomas Lieske      2,0
5.  Armin Simon        1,5
6.  Dominik Hümer      1,0
    Otto Pawlik        1,0
8.  Benni Gauss        0,5
9.  Sebastian Gauss    0,0

Und hier die Turniersieger der vergangenen Jahre:

2002 1.Henninger 2.Quaiser/ Fay/ Lieske
2001 1.Henninger 2.Günzler /Lieske/ Richter
1999 1.Brendel 2.Günzler/ Lieske/ Bennewitz
1998 1.Bennewitz 2.Lieske 3.Franz/Koller