Endlosschach (oder Zylinderschach)

Im Jahre 2000 fand dieses Überraschungsturnier zum ersten Mal statt.

Das ist keine abartige Spielart und auch keine Variante, in der jeder bis zum Umfallen (=endlos) am Brett zu sitzen hat, sondern: Man stelle sich vor, an der rechten Seite des Schachbrettes geht es weiter, und zwar mit der linken Seite. Und umgekehrt. Alles klar?

Beispiel 1: Stünde der Weiße Turm auf a1, könnte dieser nach h1 ziehen.
Beispiel 2: Stünde der Schwarze Springer auf g5, könnte dieser auch nach a4 oder a6 ziehen.
Beispiel 3: Eine Kurzpartie: 1.b2-b4 e7-e5 2.Lc1xd8 (Dame futsch).
Beispiel 4: In folgender Stellung ist Schwarz am Zug und wird dem weißen König auf b1 sozusagen Doppelschach geben. Der Springerrückzug auf c1 nutzt also hier bei Endlosschach nichts, denn das Brett geht ja endlos weiter! Also wird Schwarz hier nach dem Turmzug den gegnerischen König mattstellen: 0-1.

Beispiel 4 Endlosschach

Hinweise und Turniermodus:
· Vor jeder Runde wird die Startposition der Schwerfiguren auf der Grundreihe ausgelost (Anlehnung an Fischerschach, Läufer beachten). Am besten mit dem Ziehen von vorgedruckten Karten.
· Rochade gibt es nicht.
· Alle Start-Positionen der Figuren sind spiegelbildlich zu verstehen, d.h. wenn der Weiße König auf g1 positioniert wird, hat der Schwarze auf g8 zu stehen, etc.
· Austragungsmodus: Schweizer System mit 5 Runden.
· Bedenkzeit: 15 Minuten pro Partie.


Und hier die Turniersieger der vergangenen Jahre:

2002 1.Brendel 2.Zimmermann/ Fay/ Lieske/ Bennewitz
2000 1.Simon 2.Günzler/ Henninger/ Lieske