Geschichte des Vereins / Chronik
1. Bericht: Gründer Günther berichtet ....
2. Bericht: 100 Ausgaben des "Mattsuchers" von Hans
3. Bericht: altes Logo / Artikel von 1977

(1.Bericht)
Aus Anlaß der 100. Ausgabe unserer Vereinszeitung, dem Mattsucher, hat einer unserer Gründungsmitglieder und immer noch aktive Spieler Günther Becker, ein paar Zeilen aus dem Gründungsjahr 1975 bis zum Jahr 1989 verfasst:

Gründer Günther berichtet ....

Zur Jubiläumsausgabe Nr. 100 - unserer früheren Clubzeitung, heute der "Mattsucher" - sei von mir, dem letzten noch aktiven Gründer unseres Schachclubs ein kurzer Rückblick auf unsere Vereinsgeschichte erlaubt.

In der Chronik des Schachclubs Sulzbach ist zu vermuten, dass die Entstehung und Gründung wie bei vielen anderen Vereinen am Stammtisch oder Tresen ausgetüftelt wurde. Im ortsbekannten Gasthaus "Vater Philipp" hatten sich gelegentlich der Inhaber Dieter Zimmermann mit seinem Gast Günther Becker zu einem kleinen Schachspielchen zusammen getan, wobei die ersten Partien auf den Tag gesehen locker und leicht und unterbrochen durch Bier zapfen und Gläser spülen ausgetragen wurden. Dabei wuchs die Zahl der interessierten Kiebitze, um auch mal zum spielen zu kommen. Bei manchen Spielpärchen, die sich im Laufe der Zeit zusammen getan hatten, konnte man Konzentration und Spielwitz beobachten, denn der Gewinner erhielt lt. Abmachung einen Drink.

Nun war die Zeit reif und mit der gleichzeitigen Feststellung von Dieter und Günther: wir gründen einen Schachclub war die Geburtsstunde da. Die nun anfallenden Arbeiten und Laufereien konnten von den u.a. genannten durch ihre selbständige Berufstätigkeit gut bewältigt werden. Zur Beschaffung unseres Spielmaterials hatte jedes Mitglied einen Unkostenbeitrag von DM 50 zu leisten. Mit das Wichtigste .. Dieter stellte einen Nebenraum seines Lokals als Trainings- und Spielraum kostenlos zur Verfügung.

Am 15.10.75 fand dann unsere Gründungsversammlung statt, besucht von 9 Schachinteressierten. Bereits im Dezember konnten wir nach Aufnahme durch den Hessischen Schachverband unser 1. Pflichtrundenspiel in Schwalbach bestreiten. Durch die steigende Mitgliederzahl war es uns möglich, die Verbandsrunde 76/ 77 schon mit 2 Mannschaften zu bestreiten.

Zur Werbung für das königliche Spiel veranstaltete der SC Sulzbach im Herbst 1976 ein offenes Blitzturnier in der Eichwaldhalle mit über 40 Beteiligten des Bezirks Main-Taunus (MTS), wobei den 10 besten Blitzern Sachpreise überreicht wurden (1. Preis: eine kleine Stereoanlage). Finanziert wurde das Ganze durch Spenden und Stiftungen.

Nachdem unser Spielraum im Vater Philipp zu klein wurde, mussten wir im Lauf der Jahre mehrmals unsere Arbeitsstätte wechseln. Nach mehreren Verhandlungen fanden wir Unterschlupf im Bürgerhaus, im kath. Kindergarten und Pfarrheim und einem Nebenraum des Rathauses.

Eine neue Aufgabe war der wichtigen Jugendarbeit gewidmet, nachdem auch 5-7 jährige Schüler als Mitglieder gemeldet waren. Ein Ansatzpunkt war die hiesige Cretzschmarschule, wo der 1. Vorsitzende durch mehrere Gespräche versuchte, eine Lehrstunde für Schach zu bekommen, was aber vom Schulleiter abgelehnt wurde. Ein Erfolg war jedoch die Austragung der 1. Sulzbacher Schulschachmeisterschaft Anfang Juni 1981 mit ca. 15-20 Schülern zwischen 8 und 13 Jahren. Toller Sieger wurde Martin Worzelberger vor Aldo Palmieri, die beide natürlich mit tollen Preisen bedacht wurden und dann als neue Mitglieder in der Folge zu guten und starken Spielern heran wuchsen und eine große Stütze im Club wurden. Der gleiche Versuch im Eichwaldgymnasium endete auch nur mit der Meisterschaftsaustragung, die jedoch keine große Resonanz fand, da der Großteil der Schüler aus umliegenden Gemeinden stammte. Trotzdem erhielten die 3 Besten einen Siegerpokal überreicht.

Auch im kulturellen und musischen Bereich hatte der inzwischen auf über 30 Mitglieder zählende und aufstrebende Schachclub sich einiges vorgenommen. Er beteiligte sich u.a. beim Festzug des 50-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr 1980 mit einem Festwagen und den Schachemblemen als Werbung.

Im Sommer wurde dann zur Auflockerung der Gehirnzellen eine Grillparty im Kronthal veranstaltet, dessen Erfolg so gut war, dass ein da capo in den nächsten Jahren u.a. auf der bekannten Viehweide gab. Wie immer war alles bestens vorbereitet, Essen und Trinken en masse, verschiedene Spiele und sogar eigene Musik mit Accordeon (Günther), Gitarre (G. Haese, gleichzeitig auch der Star-Tenor). Auch die Weihnachtsfeier in Verbindung mit der Siegerehrung der Vereinsmeister wurde attraktiver gestaltet in Form einer Tombola. Die ca. 70-80 Preise hierzu wurden von einigen Mitgliedern bei der Sulzbacher Geschäftswelt und im Main-Taunus-Zentrum (MTZ) gesammelt. Der Erlös wurde der Clubkasse gut geschrieben.

Ein besonderer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte brachte das Jahr 1982. Erstmals gelang es Thomas Martin als Gewinner der Vereins-, Blitz- und Thema-Meisterschaft alle drei Siegerpokale in Empfang zu nehmen.

Auch das Jahr 1985 sollte für uns sehr ereignisreich werden. Zuerst wurde im Frühjahr unsere 1. Brettspielerin Maria Kuch nach Stichkampf Hessische Damenschachmeisterin. Ein tolles Ergebnis für unseren Club. Im Mai fand die 950-Jahr-Feier der Gemeinde Sulzbach statt, bei deren Festumzug sich der Schachclub mit der Schaunummer "der Müller und Roßtäuscher Theis Mappes anno 1584" in historischen Gewändern präsentierte. Dargestellt von Josef Beiwinkel, Manfred Koch, Dieter Zimmermann und Günther Becker auf einem Festwagen mit großem Schachbrett.

Eine weitere Festveranstaltung folgte im Oktober 1985 unter dem Motto: 10 Jahre Schachclub Sulzbach. In seiner Festrede begrüßte der 1. Vorsitzende G. Becker die geladenen Gäste, u.a. die Vorstände einiger Nachbarvereine sowie Bürgermeister Gall und gab einen kurzen Rückblick über die bisher geleistete erfolgreiche Arbeit. Die anwesenden Gründer Dieter Zimmermann, Günther Becker, Günther Haese und Jakob Bauer erhielten als Dank und Anerkennung die Gedenkmünze zur 950-Jahr-Feier Sulzbachs. Außer verschiedenen Gastgeschenken erhielt der Club von Bürgermeister Gall ein Magnet-Wandschachbrett, was sehr gute Anwendung finden sollte. Mit einem gut angerichteten "kalten Buffet" (natürlich in eigener Regie) und musikalischer Unterhaltung (Tanzen war auch erlaubt) endete ein erlebnisreicher Tag.

Im Sommer 1986 konnten wir wiederum den Schachsport präsentieren, denn zu den Feierlichkeiten "25 Jahre Farbwerksiedlung" wurde uns ermöglicht, in der dortigen Parkanlage auf dem Freilandschachbrett mit großen Holzfiguren einige Partien zu spielen. Auch Gäste konnten sich mit unseren Fachleuten messen. An dieser Stelle möchte ich dann meinen Rückblick beenden, denn ab dem 15.11. 1989 wurde mit der Erstausgabe der Clubzeitung alle Neuigkeiten direkt an unsere Mitglieder weiter gegeben.

Euer Günther Becker


(2.Bericht)
Ebenso aus Anlaß der 100. Ausgabe unserer Vereinszeitung, dem Mattsucher, läßt der Hauptredakteur Hans Bott einmal etwas mehr als 12 Jahre Papier revue passieren:

Zeit für einen Rückblick...

100 Ausgaben sind schon eine stolze Leistung. Und wenn man die Zeitungen der vergangenen 12,5 Jahre einmal durchblättert, so werden viele Erinnerungen wach; aber auch Änderungen offensichtlich.

"Nanu! Eine Clubzeitung??" Das war der Titel des ersten Artikels in Ausgabe 1 vom 15. November 1989. Und schon damals konnten wir nicht genau erklären, wie es denn zur Zeitung kam. Gereift war der Gedanke bei Otto Pawlik und Hans Bott, die wie viele andere den Informationsfluss im Verein nicht so optimal fanden und von der Steinbacher Zeitung beeindruckt waren. Auch kamen damals die ersten Textsysteme in Mode, die die Möglichkeiten gegenüber Schreibmaschine natürlich deutlich verbesserten. Geschrieben wurden die erste Ausgaben auf Sperry-Link, dem System meines damaligen Arbeitgebers. Der Kopf der Zeitung war von Otto in einer Druckerei kreiert worden und wurde über durchsichtige Folie mit in die Zeitung einkopiert. CLUB-ZEITUNG hieß sie schlicht und einfach ... und heißt sie bei den meisten eigentlich auch noch heute.

Worüber wurde in Ausgabe 1 berichtet? Zum Beispiel darüber, dass Jungstar Josef Beiwinkel gerade 75 geworden war (ist er mittlerweile älter?), oder darüber, dass wir einen Namen für die Zeitung suchen. Weiterhin, dass die Schränke im Clubraum von Walter Minkus etwas umgestaltet wurden (Aufbewahrung Schachplanen noch heute im Einsatz). Außerdem hatten wir eine Meckerecke angekündigt, die aber nie so recht zum Tragen kam. Eigentlich sollte man froh darüber sein. Gehalten haben sich dagegen bis heute die Berichte über die Vereinsmeisterschaft und Spielberichte von den Mannschaftskämpfen. Auch damals waren sie schon dabei. Durch die relativ großen Abstände, in der die Zeitung erschien (ca 8 Wochen), wurde häufig über 2 Spieltage berichtet. Witze gab es damals auch schon, allerdings in Form von sogenannten (Schach-) Anekdötchen. Bis heute dürfte das der meistgelesene Bereich sein.

Die Redaktion setzte sich damals aus Otto Pawlik, Sascha Henninger und meiner Wenigkeit zusammen, d.h. wir Drei schrieben regelmäßig Artikel. Mit der Zeit hat sich auch die Zeitung verändert. Im Februar 1993 erschienen die ersten Diagramme, eingebunden über ein spezielles Programm, das nur dazu diente, Schachdiagramme zu generieren und in elektronische Dokumente einzubinden. Damit wurde auch die Ära "Zeitung via Word" eingeleitet, die bis heute andauert. Auch Ottos Folie mit dem Titel hatte damit ausgedient. Vieles wurde einfacher. Tabellen konnten z.B. 4-5 mal schneller erstellt werden und kamen deshalb auch häufiger.

Ein größerer Wechsel kam 1995 mit dem Zusammenschluss Sossenheim - Sulzbach. Gleich zwei motivierte Schreiberlinge sind seitdem aktiv: Roland Fay und Thomas Lieske. Mit Sossenheimer Hilfe gelang es dann auch ein Jahr später endlich, den in Ausgabe 1 gesuchten Namen zu finden. Der erste "Mattsucher" erschien am 11. Oktober 1996. Wurden in den 6 Jahren von Ende 89 bis 95 gerade etwas mehr als 30 Zeitungen herausgebracht, so ist seit dem die Anzahl deutlich gestiegen. Fast 70 neue in den folgenden Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Mittlerweile hat es sich so eingependelt, dass die Zeitung etwa 2 bis 3 Wochen nach einem Spieltag erscheint. Mit mindestens einer Ausgabe in der Sommerpause landen wir dann bei ca. 10 Ausgaben pro Jahr. Als deutlicher Vorteil hat sich der doppelseitige Druck erwiesen, der erst durch den Einsatz von Laserdruckern wirklich einfach wurde. Die Zeitungen werden "handlicher", da dünner. Mehr als 15 Blätter sind nämlich gar nicht so einfach zu lochen oder heften etc., wenn man nicht gerade geübter Beamter ist, der entsprechende Lehrgänge besucht hat.

Und damit wären wir bei einem anderen Thema. So ein paar Macken haben ja die meisten Schreiberlinge. Vielen wird es vielleicht gar nicht so auffallen, vor allem denen, die nicht alles lesen können oder wollen. Wollen wir die Leute doch mal mit der Nase drauf stoßen. In nahezu jeder Ausgabe ist z.B. ein Hinweis auf den von Horst Knick wiederholt gemachten Hinweis enthalten, dass die Leute (=man) ja nicht alles lesen können. Bis heute wissen wir nicht, wem das außerhalb der Redaktion schon aufgefallen ist. Oder auch die andere "Macke", dass ziemlich häufig, wenn auch nicht regelmäßig Tatsachenberichte über unseren Wirtschaftsmotor "Beamtentum" einfließen.

Obwohl der Artikel schon etwas länger als geplant ist, möchte ich noch ein weiteres Kapitel ansprechen: den recht höflichen Ton der Zeitung. An einen "bösartigen" Artikel kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern, obwohl mancher Schreiber schon häufiger Mal Frust wegen irgendeinem Wettkampfgeschehen hatte.

Vieles könnte man an dieser Stelle noch hinzufügen, was so alles mit unserer Zeitung daher kommt; was sich geändert hat, ändern sollte oder auch nicht, es würde aber dennoch immer noch unvollständig und vor allem auch subjektiv sein. Wer sich seinen eigenes Bild machen möchte, dem empfehlen wir, doch einmal in die beiden Ordner im Clubraum zu schauen. Da sind (hoffentlich) alle Zeitungen vom Anbeginn der Zeit abgelegt.

Euer Hans Bott


(3. Bericht)
altes Logo / Artikel von 1977:


ALTES Logo SC Sulzbach 1975 Logo SC Sulzbach 1975
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Die Alten Hasen unter uns werden es sicher wissen: Links das alte Logo unseres Schachvereins. Rechts daneben abgebildet einfach das Neue (altbekannte).
Für die, die es noch nicht wußten: Das alte Logo stammt aus der Feder unseres Ehrenvorsitzenden Günther Becker!
Das aktuelle Logo wurde von Hans Bott ins Leben gerufen.


Zeitungsausschnitt von 1977
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Und hier einmal in einfacher Art ein Zeitungsausschnitt aus dem Bläddche von 1977. Unser Spiellokal war also nicht nur das kleine Vereinshaus. Unter GB. weiß ja nun jeder, wer dahintersteckt.